Montag, 31. Dezember 2012

Gutes.

Was hast du je Gutes vollbracht,
Hast du je irgendwas geschafft
außer Leid
Du bist kein guter Koch,
versalzt mir meine Suppe
mit deinem Neid. 

Ich verfluche dich,
Du scheinheiliger Freund,
Du bist mir zu kalt
Und ich bleib nicht mal mir selbst treu.

 RJK

Bruder

Er ist ein gestrandeter Held
in einer anderen Welt.
Was er behält, 
Ist, was ihm nicht gefällt,
so verloren,
Vor geschlossenen Toren,
nichts bleibt erhellt,
Der Funken zerfällt
und das Beben ebbt ab,
Er stellt viele fragen,
Keine Antwort hält stand.
Er weiß nicht wohin mit dem Kopf,
Dann halt Kopf in den Sand,
Dann halt Rücken zur Wand. 

RJK
  

Der Mond

Und dort fliehen die hilflos gejagten,
Der Himmel weint auf sie nieder,
Niemand würde sich je beklagen
an dem was passierte, passiert, immer wieder,
Und der Mond scheint,
so auch ich,
Und der Mond scheint.

Das Tal vor den Füßen
und um Füße herum,
Die Sterne werden sie führen
Und der Mond scheint,
so auch ich,
Und der Mond scheint.

Befreit oder verjagt aus der Heimat
Wollen sie weg von untragbarer Demut,
Wie kühles Wasser treiben, zum Mond, in die Freiheit,
Befreit, kein Zwang, gejagt von der Sehnsucht.
Und der stille Gott der Nacht
zieht sie zu sich her,
vergessene Seelen, entfesselte Seelen,
So auch mich, so auch mich,
Der Mond scheint, es heißt der Mond lacht.       

RJK
 

Sonntag, 30. Dezember 2012

Fragmente II

I
Wenn du am schönsten bist,
lässt du all das Schöne fallen
Wann bleibst du endlich bei mir,
Verzeih mir meine Neugier,
Du weißt, ich bin neu hier
in deinem Leben
Ich kann mich auch gedulden
Meinetwegen.

II
Und wir kreisen um den Mittelpunkt
Nichts, das bleibt, Wichtiges nur im Hintergrund,
Diese Leere macht mich blind und stumm,
Kälte, bis sich meine Gedanken nur noch taub anfühlen.

III
und ein Mensch wird verschluckt,
Wird am anderen Ende seiner Welt angespült,
Seine Hände mit den blutig gekratzten Fingern zittern,
Der Tunnel vor ihm, doch noch atmet er bitter.

IV
Diese Worte sind nichts wert,
Die du von dir gibst,
Die Sprache viel zu schwer,
Wenn du nicht bei der Sache bist.

V
Ich bin noch da, 

Ich bleib noch wach,
Geh du nach haus,
Ich mache das.

RJK

Freitag, 21. Dezember 2012

.! // #2

Am besten auf Weihnachtszeit
reimt sich immer noch Einsamkeit.

RJK



Gerade jetzt in der Weihnachtszeit, 
Spür ich die Einsamkeit,
In diesem Winterwunderland
bleib ich immer unerkannt.

RJK
 

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Lebenssinn // Unzufriedenheit

Jahahaa, Da fragt ihr euch, warum das denn jetzt
Sinnlos?, nö, Sinngedicht mal abgespeckt
Und n Titel, den nicht gleich jeder Affe checkt.
Der Sinn ist nämlich hier und da versteckt.

Jaja, so sieht's aus, Unzufriedenheit am Start,
Das einzige Gefühl, das bis jetzt immer einen Beitrag hat
zum Leben, Anders als die Freude, die einfach mal
zu oft die Fresse hält, während Neid weitermalt
Bis die Farben in deinem kleinen Glück nach Mageninhalt aussehen.
Leider wahr.
Mrs Unzufriedenheit stresst mich grad tierisch,
Ich hab eigentlich keinen Bock, wird sowieso nur halblyrisch
Hier der ganze Scheiß, Und dazu schallt gierig
Was Mrs U so von sich gibt doppelt im Ohr
Bald krieg ich nen Anfall. Aber ja, Lebensinn.

Lebenssinn,
Unzufrieden, das was bei fast jedem stimmt.
Manchmal denk ich, Mrs U ist wie der Inhalt eines Kaufhauses.
Es gibt alles in beliebigen Formen und Farben,
Es ist immer, heute und morgen zu haben,
Nur dass es nie kaputt geht, nie gestorben, begraben.
Man zieht es sich an und definiert sich über sein Aussehen,
Also ich trag Unzufriedenheit gern in gelb.
Gelb erinnert an Neid, der ewig hält.
Und in Unzufriedenheit und Neid,
Fühlt man sich nie befreit und treibt
weg vom einen Glück.
Man hofft jedes Mal, man kommt gleich zurück.
Und genau da liegt der Sohn Sinn,
Ja, Mrs U hat ein Kind, irgendwo,
Und du willst genau Irgendwo hin.

Okay. Eigentlich ist hier schon Schluss, nachm Roten Faden,
Aber das wär so abrupt, als wär er ohne Gnade
abgetrennt worden, sozusagen.
Ach egal, Ich bin ziemlich unzufrieden mit Mrs U,
Ich such dann weiter mal den Sinn, aber Wozu.?

RJK

Du // Hassrede

Du bringst alles durcheinander
Und kannst mich nicht in Ruhe lassen,
Mir dir kommt immer alles anders,
An dir beginne ich zu hassen

Dass du mich immer so verwirrst,
Ich kann dich nicht in Ruhe lassen,
Weil du alles bist, und alles wirst,
Ohne dich beginn ich mich zu hassen.

RJK

Du // NonameSchrott

Immer das Selbe. Nur anders formuliert. Ruben, denk dir mal was anderes aus.


Die Kugel ist nicht ganz rund,
Sie hoppelt immer so lang hin,
Sie versucht wie ich den Weg zu finden,
Nur ich such dabei auch noch Sinn
Und du fragst mich wo ich bin,
Wohin ich will, was ist mein Ziel,
Es fehlt sicher nicht mehr viel,
nur noch sie.
Sie, die Wellen brechen lässt.
Sie, meine Gedanken sind wie weg
geblasen, aus Lächeln wird Lachen,
Stille wird ein Krachen
Laut aufbrausend, Tausend
Schreie, nichts mehr leise.

Und das alles nur durch dich,
Du, die meine Welt aufbaut,
Mir den Weg verstellt,
Mir in die Augen schaut,
Dein Blick, der meine Sinne raubt,
Dein Flüstern, dem man immer glaubt.
Wenn ich es nur verstehen könnte,
Denn ohne Sinne bin ich taub.

RJK

Sonntag, 16. Dezember 2012

Einsamkeit

Und ich bin nie allein,
Denn du bist an meine Seite
Jeden Tag.
Du stehst zwar nur so rum

und redest nie mit mir,
Und wenn, dann nur von dir.
Doch du bist immer da,
Ob ich will oder auch nicht,
Weichst nicht von meiner Seite,
Wir beide, für immer, ewiglich.

Verbring mein Leben nur mit dir,
Schau dich an und sag: Schatz,
Ich will mich trennen.
Du findest mich an jedem Platz,

holst mich immer wieder ein,
da hilft kein Rennen.
Du schaust mich ständig an,
mit deinem toten, blassen Blick,
Mit dir ist die Welt viel leerer
In diesem Leben jeder Augenblick.

Du und ich, zu zweit,
Ich und die Einsamkeit.

Ach, verschwinde Einsamkeit,
Ich hab die Nase voll,
Bitte geh jetzt.
Scheißegal wohin du gehst
und wen du dann nervt,
Nur halt nicht mich.
Ja, du hast mich richtig verstanden,
Ich will dich nicht mehr hier,
Nimm dir doch ein Taxi,
Wenn du willst, bring ich dich noch zur Tür.

Früher warst du immer da,
warst meine Gesellschaft,
Gehörtest dazu.
Und jetzt bist du gegangen
Und lässt mich ganz allein,
Endlich mal Ruh.
Dein Blick lag immer schwer auf mir,
Immer wenn du lachtest,
Nie mit mir, immer über mich,
Doch nur du hast mich immer beachtet.

Ich, nicht mehr zu zweit.
Nur noch Ich,
Jetzt bin ich die Einsamkeit.


RJK


Mittwoch, 12. Dezember 2012

Entschuldigung, mir ist die Pointe entfallen

Es geht los, laut und groß, Immer höher und weiter,
Dein Horizont wird immer schöner und breiter,
Du siehst hoch, siehst viel mehr, du größer, Welt kleiner.
Oben auf deiner Leiter, Von Sorgen auf einmal frei,
will ich nicht mehr weiter, ich bin endlich dabei,
Ich will mich nicht entscheiden
zwischen rennen, gehen, bleiben.
Ich würde gern mich und meine Wege teilen.
Dann könnte ich durch die Gegend eilen,
Gleichzeitig noch anmutig daneben schreiten.
Und davon auch das Gegenteil.
Wenn das so einfach machbar wäre.

Aber das Leben ist nun mal nicht leicht.
Jeder weiß, dass Glück allein nicht reicht,
Nichts bleibt, wenn du es nicht feshältst,
Nur du bleibst dann allein, wenn du dir entfällst.


   RJK

Sonntag, 9. Dezember 2012

Sie nennen mich Straße

Sie nennen mich Straße, denn alle sind drauf,
Sie nennen mich Straße, ich hör niemals auf.
Sie nennen mich Straße, Straße ins nichts,
Wo nichts ist, kann nichts werden, da ist auch kein Licht.
Sie nennen mich Straße, Sie nennen mich Straße.

Sie nennen mich Straße, weil viele mich brauchen,
Sie nennen mich Straße, alle, die mit mir laufen.
Sie nennen mich Straße, an mir wird man straucheln,
Mich anspucken, auf mir schlafen oder einfach abtauchen.
Sie nennen mich Straße, Sie nennen mich Straße.

Sie nennen mich Straße, wegen unentdeckter Winkel,
Sie nennen mich Straße, Niveau immer sinkend.
Sie nennen mich Straße, hier wird keinem vergeben,
Und ich vergesse auch nichts, höchstens zu leben.
Sie nennen mich Straße, Sie nennen mich Straße.

Sie nennen mich Straße mit Kanten zum Stolpern,
Sie nennen mich Straße, Freiheit, die niemand wollte.
Sie nennen mich Straße, die zu großem Neid führt,
Auf der man findet, behält und alles verliert.
Sie nennen mich Straße, Sie nennen mich Straße.

Sie nennen mich Straße, die, die mich kennen
Sind auf der Strecke geblieben, weil sie mich lieben.
Sie nennen mich Straße, Sie nennen mich Straße.
Sie nennen mich Straße, Sie nennen mich Straße.
RJK

Gracias a Manu Chao por la inspiración







Mittwoch, 5. Dezember 2012

Das Gute, das Bösen und das Leben

Und du fragst dich immer noch wieso,
Wieso bleibt das Leben nie so,
Wenn es dir einmal Gefällt
und alles an und für sich hält,
Dann bleiben Hoffnung und Vertrauen
In das, was wir gemeinsam erbauen,
Wo wir uns immer wieder erkennen
Und unser Schicksal als Sieger benennen.


Und dann der Moment, 
Indem alles zerfällt,
Indem man alles verliert,
und am Boden liegt und friert.

Die Suche beginnt wieder von vorn,
Man fühlt sich wie neu geboren,
Wieder aufs Neue das Laufen lernen
Und alles Schöne verwelkt und verloren.


Und du bist immer noch nicht da,
Und du schaust immer noch zurück,
Doch mit der Zeit wird dir langsam klar
Das Ziel ist zum Greifen nah.

Du hältst es fest in den Händen
Und gibst es nie wieder her,
Dein Leben so hell, fast schon blendend,
Das Leben, was willst du mehr.


Und dann der Moment, 
Indem alles zerfällt,
Indem man alles verliert,
und am Boden liegt und friert.

Die Suche beginnt wieder von vorn,
Man fühlt sich, wie neu geboren,
Wieder aufs Neue das Laufen lernen
Und alles Schöne verwelkt und verloren,
Neu geboren mit den Zeichen der Zeit,
Mit jeder Narbe, die nie wieder heilt,
Die Suche beginnt wieder von vorn,
Doch die Erfahrung aus Fehlern, die bleibt.

Mit dem Wissen um die Unstetigkeit.
RJK

Samstag, 1. Dezember 2012

Was ich finden muss.

Hübsch, neugierig und lächelnd,
Klare Augen, wie ein Versprechen,
Mimik die beeindruckt,

Als ob Sie in mich hinein guckt, 
Doch die Zeit mit ihr ist gleich um,
Sie sitzt nur da und bleibt stumm,
Aufregend, aufgeregt, ich schreibe ihr,
Zu Ihr aufblickend, aufgedreht, bitte bleibe hier.

Und Die Zeit rieselt nach unten
Und Stunden werden zu Sekunden,
Mit Ihr, bei ihr.

Alles, was ich in mir trage,
Trage ich nur noch für Sie,
Und Ein Hoch auf diese Tage,
Ich schwebe so hoch wie noch nie,

Ich schwebe so hoch wie noch nie,
Ich vertraue dir und ich glaub an dich,

Deine Gedanken bei mir in diesem Augenblick
Mit Dir, bei Dir.

Alles wird zu Licht, kunterbunt, denn
Du bist des Dichters Wunderfunken, 

Alles verschwimmt hinter uns,

Du bist, was ich finden muss.


RJK

Montag, 26. November 2012

Blicke

Und all die Gesichter, die nichts mehr sagen.
Sie laufen an mir vorbei und laufen an sich vorbei.
Dahinter all die Geschichten, ich kann nur raten
Leere Blicke, und leer ist ihr sein,
Es heißt, die Augen seien das Tor zur Seele,
Entweder verschwunden oder nie da gewesen.

Zum Glück gibt es Kinder,

Hab gerade einen Blick gesehen,
Augen, Glückseligkeit dahinter,
Warm, obwohl so blau wie der Winter.

RJK

Freitag, 16. November 2012

Notaufnahme

Halb elf, und ich warte dann mal
Bis die anderen Kranken dran kamen,
Oder Verletzte mit schwankenden Zahlen
Und Werten, die steigen und fallen,
Satz der Schwester, dann dankendes Strahlen,
Nach stummen Gebeten, aufatmen und lachen,
Aufstehen und gehen, Notaufnahme verlassen.

All die, die da saßen, hoffen auf gleiches Glück,
In Gedanken, der Arzt kommt gleich zurück,
Die Stimmung bleibt eingedrückt,
Müde, ungeduldig geduldend der Zeit entrückt.


RJK

Dienstag, 13. November 2012

Der Regen da draußen

Und schon wieder so ein Tag,
in dem ich verloren bin

Du sagtest, komm doch rein,
haben uns lange nicht gesehen,
auch lang nicht mehr gesprochen.
Man staunt wie die Zeit vergeht.
Deine Augen wirkten müde,
Du hast dich weniger gepflegt,
früher waren wir wie Brüder,
heute gehn wir uns aus dem Weg.
Wir habens weit zusammen gebracht
und viel zusammen erlebt,
Du fragst, was ich hier mach,
Ich frag nur, wie es dir geht.
Der Abend verging eher träge,
Als ich weg wollte, war es zu spät,
Wir beschritten schon lang andere Wege,
Und was wir sagten, war nicht überlegt.

Wir hatten viel getrunken
Und stritten immer mehr
Und zwischen den Runden
fielen die Worte uns zu schwer.

Schließlich stand ich einfach auf,
Nahm meine Jacke und verschwand,
Ich ließ dich dort so sitzen,
Mit dem Rücken an der Wand.
Früher wäre ich geblieben
Und hätte alles versucht,
Ich hätte für dich gelogen,
und mich dafür verflucht.


Und schon wieder so ein Tag
In dem ich verloren bin,
Doch hätte ich nicht gefragt,
Wäre der Regen in mir drin.


RJK

Mittwoch, 7. November 2012

Fluss

Und du stehst am Ufer und rührst dich nicht,
Bleibst einfach stehen, starrst auf das Wasser,
Du bist am Ziel der Reise und doch unglücklich,
Betrübt die Füße im Sand, das Leben wird blasser,

Du sitzt dort schon Stunden und nichts,
Schaust in den Himmel und schaust in den Nebel,
Du weißt nicht weiter, kannst nicht zurück,
Du willst null zu eins, findest nur keinen Hebel.

Und so sitzt du am Fluss namens Leben
Und das fließt an dir vorbei,
Du musst all deinen Mut nehmen,
Wenn du willst, dass es dich mitreißt.

Du wünschst dir, du wärst jetzt zu zweit,
Allein ist das Alles viel schwerer,
Du weißt nicht, fragst: Bin ich bereit?
Bereit schon, das Machen viel mehr wert.

Und so sitzt du am Fluss namens Leben
Und das fließt an dir vorbei,
Du musst all deinen Mut nehmen,
Wenn du willst, dass es dich mitreißt.

Und du willst, willst dich befreien,
Der Sprung lauert, du hast selbst gewählt,
Es ist leicht, also lass es leicht bleiben,
Du schaust zurück, und du vergisst, was dich quält.

Und du springst.



RJK

Samstag, 3. November 2012

Ding am Arm

Ich hab hier so ein Ding am Arm,
Nein, Das sind keine Fingerfarben,
Es zeugt nicht von geringem Charme,
Zeigt nicht Charakterrichtung an.

Es ist wie's ist, und immer da,
Es ist wie's ist, kein Kinderkram,
Es ist schon nicht mehr angenehm
Erst angesehn, dann angefasst.

Ich trag ne Last auch ohne Stahl
Im Arm, der als gebrochen galt,
Ne Platte, Schrauben, Knochen, Halt,
Jetzt ohne: Schmerzen, doch es heilt.

Ach, könnte ich die linke Hand
Verwenden wie die Rechte, dann
Wär alles so viel mehr entspannt,
Kein Schmerz, kein Schnitt und kein Verband.

Ich glaube, ich muss mich gedulden,
Mein Arm bleibt noch in Mull gebunden,
Doch nie ist alles ganz verschwunden,
Ich hoff nur auf den Wunderfunken.


RJK




Donnerstag, 25. Oktober 2012

Die Echte Liebe

Alles begann an einem Sommernachmittag
Als ich dich mit Wonne an mich nahm,
Du warst so strahlend weiß, besonders war ich da
Fasziniert von deinen Polstern, 2 Stück an der Zahl.
Vollends weich, bequem, wenn ich sie an meinen Kopf presste,
Sie wärmten meine Ohren so oft, wenn es
Draußen sehr kalt war, Du gabst mir Halt, ja,
Wie waren immer füreinander, Tag für Tag, da

Von Zeit zu Zeit hast du dich verändert,
Du bekamst langsam graue Ränder,
Hätte ich dich besser, mit mehr Vorsicht verwendet,
wärst du nicht so schmutzig, und dreckig verendet.
Ständig muss ich an die Schöne Zeit zu zweit denken.
Unendlich und gänzlich glänzend war die Welt, denn
mit deiner Stimme im Ohr wurde jeder Moment zu Perfekten,
Unentdeckten Abenteuern, die nur uns gelten sollten,
Es war ein Märchen, das nie enden wollte,
Doch Jetzt rollte das Schicksal entschlossen den Tod ins Leben,
Die Verbindung, die es eben noch gegeben hatte,
wurde so zertreten, dass es gebrochen war.
Du verwundet, dein Kabel zerstört, benommen nahm
Ich diese Trauernachricht auf, bis ich nur noch beklommen saß
Ich dachte, dass ich dem Leben entkommen kann
Mit dir
Bis mir dieses Leben mein Licht, meine Sonne nahm,
Ich kann nicht begreifen, wie in mir dieses Loch entstand,
Durch dein Vergehen, Stunden, Tage, Wochen lang
nehm ich meine Umgebung nur noch verschwommen war,
Sonderbar, Mein Leben ohne Kopfhörer. 

Ich vermisse dich.


RJK



Ein Hoch auf Urbanears und ein Danke für all die Momente, die durch gute Musik und die richtigen Kopfhörer intensiviert wurden.






Sonntag, 21. Oktober 2012

Demut, dein Düster

Und dieser furcht und doch lustlose Blick ins Morgen,
Vielleicht scheint Furcht hier das falsche Wort, denn
Ich wandle dieses Heute sinnlos von Ort zu Orten
An denen sich meine Gleichgültigkeit triumphierend erhebt.
So schlummern die Sorgen oder meine Finger fühlen taub,
Wie sie mich anschleichend erstechen, mein Sinn geraubt
bleibt, verschluckt vom ewigen Rachen Melancholie so grau.
Denn mir graut's, Das Erkennen, Eingemauert in Trübsal,
Überall wachsen Mauern, Der Blick späht nie mehr drüber.
Gebrochene Demut, Lege dein Düster über mein Haupt,
Ich fliehe und fliehe, ersinne doch erreich nie das Früher.

RJK

Samstag, 13. Oktober 2012

Regen

Und da steht sie jetzt, frierend, mitten im Regen. Überdenkt alles was passiert ist, fragt sich warum die Tür vor ihr geschlossen bleibt. Sie wendet sich zum Gehen. Ihre Füße werden nass und sie bleibt zitternd stehen und verbittert, verlegen wird aus dem Schweigen ein Reden. Sie spricht, schweigt, schreit zu sich selbst, trotzdem kein bisschen befreit vom Leben. Und weiter läuft sie, zweifelt am Weg, hofft einfach, keiner sieht die Tränen. Sie denkt, sie wird das Alles nie verstehen. Viel lieber würde sie sich jetzt an ihn kuscheln. Sie stellt sich vor, nebeneinander auf dem Sofa zu hocken, mit Tee, Film, und keine Wolken, die ihre Last auf sie werfen, wo sie doch schon einen riesigen Haufen Sorgen in der einen Hand hält. Und In der Anderen nicht weniger. Sie wandelt hilflos, bis sie irgendwann zu Hause strandet. Sinnlos erscheint ihr das Ganze. So blind fühlt sie sich in dieser Situation. Mit einer warmen Dusche versucht sie seinen Duft, Geruch loszuwerden, der sie immer umgibt, den sie so gern riecht. Wenn sie ihn in ihren Armen spürt, vertieft sie sich darin. Jetzt muss sie all das zurücklassen, ablassen von ihm. Doch sie will zurück haben, was sie nie mehr haben kann. Sie geht schlafen. Sie wird von der Erschöpfung in Träume getragen. Am nächsten Tag verlässt sie das Haus im Mantel der Angst. Sie versucht den Boden unter den Füßen zu bewahren. Sie fühlt sich betrogen in den Schuhen, die noch nass waren vom gestrigen Abend. Ihre Freunde sagen Sachen, die sie alle dachte, schon bevor sie aufgewacht war. Doch Träume sind nicht Hoffnung tragend, nicht zu beachten. Und die Tage verstreichen. Die Weichen sind verstellt. Sie verschwindet, flüchtet. Irgendwo wird sie schon ankommen. An unbekannten Orten würde sie längere Zeit bleiben, doch der kalte Regen vertreibt ihre warmen Gedanken. Es bleiben nur die Alten. Sie reist weiter bis der Zweifel sie versteifen lässt. Sie führt Gespräche mit dem Ein oder Anderen. Sie hört Meinungen, die ihre Gedanken wandern lassen. Der Regen holt sie ein. Der Regen, der Erinnerungen wach macht. Wie sie sich wünscht, sie blieben ungedacht. Sie weißt, dass sie nicht so weiter machen sollte. So, unbefangen doch entschlossen, wartet sie auf die Weinende Last der Wolken. Sie bereitet sich darauf vor, dass der Regen die warme Luft zerreißen wird, bis beißende Kälte ihre Seele füllt. Sie stürzt der dunklen Front entgegen, wird umhüllt vom Wasser, glaubt ihren Gefühlen nicht. Was sie fürchtete, trägt, umschließt sie wärmend. Warmer Regen, der Ruhe und Kraft gibt, Segen versprüht. Kälte, die sie bis eben verspürt hat, vergeht. Sie schwebt zurück in ihr wirkliches Leben. Sie wird es überleben, wenn sie ihm, der sie nicht mehr sehen wollte, begegnet. Sie kann nicht sagen warum sie ihm verzeiht. Sie weiß eben, sie bleibt am Leben, im Leben, auch allein im Regen. 


RJK



Mittwoch, 10. Oktober 2012

Also Mein Plan Bist Du.

Hi, du kennst mich schon eine Weile,
Wir haben ziemlich viel geteilt in letzter Zeit
Und ich würde gern noch ein Stück bei dir bleiben,
Sinnfreie Witze reißen, das und andere Kleinigkeiten.

Ich weiß, du weißt nicht, wie ich sein kann,
Manchmal stur und zu oft übereifernd,
Vielleicht hast du schon mitbekommen,
Ich liebe es zu übertreiben,
Aber, das ist ein anerkanntes Stilmittel,
Das musst du mir lassen,
Und auch, wenn ich mal um zu viel bitte
Ist es nie richtig, aber ganz ich, passend
Fehlerhaftes, unperfektes Ich
Und leider unveränderlich, denke ich.

Was ich eigentlich sagen wollte,
Ich weiß nicht mal, ob ich es überhaupt wagen sollte,
Ich versuche nicht zu angeschwollen
zu reden, Ich glaube ich bin bei dir angekommen,
Von dir habe ich Ruhe und Kraft bekommen,
Ich glaube wir wollen alle das Gleiche,
Wir beide und alle Anderen, so angenehm, 
Der Gedanke nebeneinander stehen,
Nichts, nachdem ich mich schon so lange sehne,
Lass uns Wege ebnen, oder hast du schon andere Pläne.?


RJK

Samstag, 6. Oktober 2012

Kerzenlicht

Und sie brennt immer noch
unberührt und still,
Das Wachs schmilzt mit dem Docht,
Schmilzt wie mein Gefühl

Dass die Wärme ewig ist,
Meine Gedanken aufgewühlt
wie die Flamme durch den Wind,
Doch sie wirkt jetzt schon wieder unberührt,

Dieses Kleine Licht, weiter nichts
Verbreitet Wärme in meinem Kühl,
Ich atme ein, genieß den Augenblick,
Diese Ruhe habe ich lang nicht gespürt.

Die Kerze wird langsam kleiner,
verschwindet in sich selbst,
Dunkel wo einst Schein war,
Scheinbar mein Dunkel erhellt.


RJK

Busimpression // 6.45

Gedrängte Sitzreihen, bekritzelte Sitze,
Besetzt von Müdigkeit, verschwitzten Gesichtern,
Entweder zu früh die Zeit oder über Lehrbüchern sitzend,
Schule rückt näher, wird immer spürbarer, hilflos
Das Schweigen der Lämmer, auf dem Weg zum Schlachthof,
Musik machts etwas heller, trotzdem noch machtlos.


RJK

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Blablabla.

Blablabla und schon wieder so ein Text,
Der nichts sagtsagtsagt, sondern einfach nur redet
Jedes Wort nichts hinterfragtfragtfragt,
Sondern nur deutlich macht was heute war,
Da kann ich auch Tagebuch schreiben,
Liebes Tagebuch Blablabla, Melancholie hier, Gelaber da,
Alles bleibt gleich, nichts ist anders, Alles wie es am Anfang war,
Die Texte bleiben Solala, Tage, Wochen, Monate ohne Plan,
Schon komisch, dass ich Lalala singend im Zimmer sitzen kann,
Ich sollte verzweifelnd in der Ecke hocken und nicht
Übereifrig gleiche Texte spucken, wie Grundschüler mit Buntstift,
Wären leere Zeilen Witze, wär ich unübertroffen lustig.


RJK

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Du // Deine Stimme

Ich höre sie, atmen, lachen, reden,
Zusammen im Raum irgendwo begegnen,
Nicht real, wirklich,doch das ersehnend, 
Mir fehlt ihr Lachen, es anzusehen, 
Die Nähe zu spüren, so angenehm.
Da ist nur ihre Stimme,

Klar und hell wie immer,
Erwartungsvoll, erinnernd
An Wünsche in uns drinnen.

Ich wünsch mir, mein Körper dein Zimmer
Und der Abstand dazwischen verringert.
Dich, deine Stimme, Leben unbekümmert.

RJK

Perfekt

Sanft und bestimmt, nie verkrampft ungeschickt,
Ganz wunderlich, so wahr und ehrlich,
Keine Angst, keine Tricks, perfekt wenn nichts unterbricht,
Schlicht und einfach nicht vergleichbar, wie buntes Licht,
Hirnfeuerwerk, Mein Hirn feuert Glück, will nie ins Heute zurück,
Aufs Neue nichts bereuen, mich erfreuen am Augenblick,
Blaue Augen geschlossen, Das Gefühl der Hauptgewinn,
Grau verschwimmt in ein Haufen lauter Geschosse hell leuchtend,

Hinter jeder Berührung lauert mehr Freude,
Auf das Leben, von dem ich nie mehr wollte.


RJK

Donnerstag, 27. September 2012

Zimmer

Die Erdkugel auf dem Schrank
Dreht sich schon lang nicht mehr,
Immer mehr Fusseln und Staubbelag
Schimmern im Lichtermeer, hin und her
wiegen die Schatten, Wand wie grau bemalt,
Wimmern des Fensters im Wind des Winters,
Wilder Wein am Fenstersims, 
der schon immer schweigend hing,
Farben der Bilder vergilben, verschwinden,
Bücherstapel erklimmen ungehindert Wände des Zimmers,
Fallen, kreuz und quer, verkümmern,
Klamotten, Hosen, Jacken, Socken zerknittert,
In die Ecke geworfen, als wär ne Bombe zersplittert.

Ich fühle mich wohl im Chaos, im Staub
Mit meiner Musik im Ohr, vertrauter Raum,
Mein Chaos und Mein Staub, Mein, Immer,
Sauber wär es kaum mehr mein Zimmer.

RJK