Dienstag, 13. November 2012

Der Regen da draußen

Und schon wieder so ein Tag,
in dem ich verloren bin

Du sagtest, komm doch rein,
haben uns lange nicht gesehen,
auch lang nicht mehr gesprochen.
Man staunt wie die Zeit vergeht.
Deine Augen wirkten müde,
Du hast dich weniger gepflegt,
früher waren wir wie Brüder,
heute gehn wir uns aus dem Weg.
Wir habens weit zusammen gebracht
und viel zusammen erlebt,
Du fragst, was ich hier mach,
Ich frag nur, wie es dir geht.
Der Abend verging eher träge,
Als ich weg wollte, war es zu spät,
Wir beschritten schon lang andere Wege,
Und was wir sagten, war nicht überlegt.

Wir hatten viel getrunken
Und stritten immer mehr
Und zwischen den Runden
fielen die Worte uns zu schwer.

Schließlich stand ich einfach auf,
Nahm meine Jacke und verschwand,
Ich ließ dich dort so sitzen,
Mit dem Rücken an der Wand.
Früher wäre ich geblieben
Und hätte alles versucht,
Ich hätte für dich gelogen,
und mich dafür verflucht.


Und schon wieder so ein Tag
In dem ich verloren bin,
Doch hätte ich nicht gefragt,
Wäre der Regen in mir drin.


RJK

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