Donnerstag, 27. September 2012

Zimmer

Die Erdkugel auf dem Schrank
Dreht sich schon lang nicht mehr,
Immer mehr Fusseln und Staubbelag
Schimmern im Lichtermeer, hin und her
wiegen die Schatten, Wand wie grau bemalt,
Wimmern des Fensters im Wind des Winters,
Wilder Wein am Fenstersims, 
der schon immer schweigend hing,
Farben der Bilder vergilben, verschwinden,
Bücherstapel erklimmen ungehindert Wände des Zimmers,
Fallen, kreuz und quer, verkümmern,
Klamotten, Hosen, Jacken, Socken zerknittert,
In die Ecke geworfen, als wär ne Bombe zersplittert.

Ich fühle mich wohl im Chaos, im Staub
Mit meiner Musik im Ohr, vertrauter Raum,
Mein Chaos und Mein Staub, Mein, Immer,
Sauber wär es kaum mehr mein Zimmer.

RJK



Montag, 24. September 2012

Lächeln

Ein Herzerweichendes Lächeln tut immer gut, 
Die Schmerzen weichen, ich Träum echt, denn
Nur ein paar Zähne können Berge versetzen,
Lippen auseinander gezogen, Augen schimmern nun, 
Diese Wahrheiten sind sehr schnell vergessen,
Ohne Lächeln halt ich die Augen lieber zu
Die Blicke mit echtem Lächeln
Mit frechem, ungezügeltem Zähnezeigen
Versuchen Schlechtes zu vertreiben, wollen Mut beweisen
Leise die wahre Wahrheit über Gebisse preisen
Die Beißer befreien, von Lippen umgeben
Die Mundränder heben, um Glück und Segen zu geben
Das geht eben nur durch Herzerweichendes Lächeln,
Wirkt wie Hände reichen und helfen, 
Scherz befreiend den Schmerz beseitigen

Gesichter mit Augen wie Lichter,
Die Strahlen wie Rundumleuchten
Da könnt ich mich Stunden freuen
Wenn Herzerweichendes Lächeln Wunder streut
HirnFeuerwerk, nenn ich den Schimmer im Auge immer
Kunterbunter Wunderfunken, der Die Nacht erhellt
Und meine Wunden verdunkelt, erblassen lässt,
zuerst schwer zu begreifen, dann schwer zu vergessen,
Das kann nur Ihr Herzerweichendes Lächeln.



A.
RJK


Dienstag, 18. September 2012

Re:Message#2 // Nach dieser Ruhe

Das Bild ist verdreht, von mir, für dich
Der Mensch, der ich sein will, verflüchtigt sich
Mein Leben ist ein Riesen Theater
Drunter und drüber, Keine Zeit für Freunde, unbeabsichtigt
Unnachgiebig zerrt an mir der Stress
Verzerrt das Bild der Wirklichkeit, des Gottes namens Herz
Es hält nicht, es liegt blind, fühlt nur den Rest
Der von mir übrig bleibt, Liege seltener im Bettlaken
als in Fremden, unbekannten Menschen
Die ich spiele, die ich bin, IchSelbst nur Flüchtigkeit
Finde in keiner Person mehr Sinn.
Ich Brauch Sonntag, weil Sonntag alles ändern will
Weil Sonntag alles endet, Still.

RJK

Message#2 // Nach dieser Ruhe

Ich kann es nicht beschreiben oder in Worte fassen
Das, was ich empfinde ist starke Sehnsucht
Und ich versteh es nicht mehr 
Das was mal war ist so unerreichbar
Mir kommt es so vor als ob es nie war
Aber so ist es doch nicht In mir sind noch die ganzen Erinnerungen
Du hattest mir geschrieben, du willst mich kennen lernen.
Davon merk ich aber kaum was
Mir kommt es so vor als willst du vergessen!
Nur weil alles zum falschen Zeitpunkt war?
Oder weil es im Moment unpassend ist?
Du meintest auch es war harte Arbeit,
Aber du hast jetzt endlich die Ruhe, die du wolltest.
Wie willst du weitergehen nach dieser Ruhe?
Man kann doch nicht mit einmal alles so wegtun und das vergessen erzwingen?


SM

Sonntag, 16. September 2012

Die Blüte verwelkt

Die Blüte verwelkt
Zieht mit dem Wind
Zerbrechlich wie ein Sonnenstrahl
Die Seele verschwimmt
Hörst du dein Herz
klopfen so leis'
Du hörst wie es pocht
bleib, bitte, bleib.
RJK

Melody from 'leaves from the vine'

Samstag, 15. September 2012

Wir sind Frei

Wir haben keine Grenzen,
Man setzt uns halt welche,
Das Leben nicht verschwenden
Heißt nicht zu Ende zu denken,

Nichts zu viel zu bedenken
Selber zu lenken, ohne Ziel,
Wir treiben eh dorthin, wo das Schicksal uns will.

Haben schon immer Dummheiten gemacht,
Auf gestohlenen Rädern quer durch die Nacht,
Wie gern wir unendlich wach bleiben,
Anstelle von uns andere ankreiden,
Dranbleiben an dem Schatten des Lebens,

Ich denke Leben ist Krankheit, Heilung vergebens,
Da helfen keine Pillen, Spritzen oder Chemos.
Besser wirds nie, höchstens durch Witze und Vergebung.


Wir bleiben wie wir sind, immer Problemlos,
Wenn wir das nur endlich erkennen würden,
Wir sind Frei, in Bewegung, überrennen Hürden.

RJK

Donnerstag, 13. September 2012

Eingewiesen

Immer wieder Diese Panikattacken,
Das Gefühl, als würde ich gar nichts mehr schaffen,
Denke, ich müsste wahrlich mehr machen
Dabei war ich verlassen, ohne Kraft, nie gelassen,
Ich muss dem Leben nen neuen Anstrich verpassen,
Doch Ich kann nicht mehr schlafen, und kann nicht mehr wachen
Ich will etwas hinterlassen, was ich geschafft hab,
Ich will Sinn hier erschaffen, doch das ist lachhaft
Perfekte Verse verfassen, nach Gottes Machart.
Nie wieder Leere erfassen, wo sonst meine Kraft lag.
Ich bin eingewiesen in mein Leben, meine eigene Anstalt,

Versuche freizukommen vergebens, frei werden vom Leben.
RJK

Mittwoch, 12. September 2012

Weil Kraftstoff zu teuer wird.

Ich muss auf Sparflamme schalten, mal runterschalten und chilln, 
denn alle was ich erhalte ist so kalt ohne Sinn, 
Doch hab ich Angst, dass ich verkalke, innehalte, erfrier, 
und dann zu alt und verstaubt bin für was ich jetzt noch kapier, 
Ich fall in den Spalt zwischen Behalten/Verliern, 
Erhalte ne Antwort, doch das alles verwirrt,
Verliere mich selbst, bin blind, verschwinde in mir.
Ich will, wie Kleine Kinder berühren, 
Nie wieder Leiden hinterher spüren.
Das Leben verstehen, Die Peilung im Jetzt und Hier.

RJK

Glück und Zufriedenheit

Ich würd Sie gern mal wiedersehen,
Ich hab schon lang nichts mehr gehört von Ihr,
Was passiert ist, werd ich nie verstehen,
Was Sie gefunden hat, gehört doch mir.

Das Glück und die Zufriedenheit
Hab ich bei Ihr liegen lassen,
Dort, wo Sie immer schreibt
hat sie mein Glück tief vergraben,
Gut versteckt unter Kiefernadeln,
Zerkratzt, zerdrückt durch Kies und Hagel
Dort Liegt mein Glück, ich will es wieder haben.

Ich würd Sie gern mal wiedersehen,
Dann kann Sie mir es wiedergeben.

Ich würd Sie gern mal wiedersehen,
Von Zufriedenheit, und anderen Sachen
Hab ich bei ihr viel gelesen,
All das hab ich da gelassen,
Ich hatte auch schon angefangen
zu vergessen, Erinnerung bald verblassend
Und meine Zufriedenheit, Ich krieg sie niemals zu fassen.

Ich würd Sie gern mal wiedersehen,
Dann kann Sie mir es wiedergeben.

Mein Leben und alles was dazu gehört,
Sie und ich, Wir gemeinsam, wunderbar,
Nur einen einzigen Nachmittag ungestört,
Glück und Zufriedenheit, wo früher Wunden waren.
Ohne Sie fühlt sich alles kälter an und verarmt,
Mittendrin mein Leben, was mit Ihr viel Bunter war.

RJK

Montag, 10. September 2012

Hintergrundmusik

Ich wach auf, raus aus meinem Bett,
Schau aus dem Fenster, das Wetter scheint perfekt,
Irgendwas fehlt, ach ja, Musik wäre jetzt nett,
So ein Orchester zum Sunrise und ich wär echt geflasht,
Also Kopfhörer auf, raus, im Ohr ein Streicherquartett,
Mit dem Sound in andere Zeiten versetzt
Wo keiner mehr hetzt, weit weg vom Jetzt,
Wenn ich letztendlich mein Leiden vergess,
Befreit von dem Rest, der jeden einzelnen stresst.

Im Leben fehlt die Hintergrundmusik,
Sie verhindert, dass schlechte Stimmung uns besiegt
Das Leben uns immer wieder runterzieht,
Bunter wirds durch diesen Unterschied,
Lasst euch nie wieder unterkriegen,
Musik macht uns zu Wunderkindern,
Unbesiegbar, unser Frieden,
Der Unterschied, Hintergrundmusik.


RJK

Sonntag, 9. September 2012

Morgen.?

Was ist da, Morgen oder auch nicht,
Sorgen oder Leere.?


Als sie mir das sagte, musste ich fast laut lachen,
Aufpassen, jetzt nichts falsch, lieber einen drauf machen.
Was weh tat, war das glaubhafte
Aus dem Schlaf in einem Alptraum aufwachen.
Verstehen, darauf ausrasten,
Nicht nur das Leben, sich selbst auch hassen
Hilfe gibts in Jedem Schaukasten
Doch nur du kannst auf dich aufpassen.


Die schönen Dinge bleiben, sagt man,
Dafür musst du das Leben auslassen, sagst du,
Was jetzt, was dann.? Fragst du.

Wenigstens hab ichs versucht.?
Nein, ich war zu feige.
Ich war zu klein,
Was du wolltest, war zu gut.



RJK

Samstag, 8. September 2012

Kein Leben.

Das Leben ist zu wertvoll, um es wegzuschmeißen.
Das Leben ist zu groß, um es zu vertreiben.
Das Leben ist zu echt, um das zu entscheiden.
Das leben ist zu viel, um nicht bei ihr zu bleiben.
Das Leben ist zu kostbar, auch wenn es das nicht oft war.
Das Leben ist vergebens, wenn man nichts dagegen tut.



RJK

Donnerstag, 6. September 2012

Okay

Ich habe Angst
Vor Dingen, die ich nicht ändern kann.
Was du verlangst
ist länger als ein Ende lang,
Wenn du dann, dort angelangt bist,
Bleibst du gefangen in dir, bis
Du die Kraft findest nicht zu tun,
zu entspannen, dich auszuruhen.
Wenn dus nicht glaubst, versuchs.
Wenn du dich am Zweifel verschluckst.
Ich bin da, nicht nur zu Besuch,
Ich bleibe, Keine Zeit, keine Weile,
Okay ist unser Für immer,
Für immer, ich hoffe das reicht dir.
Okay.?




RJK

Dienstag, 4. September 2012

Leben

Irgendwie ist es eine lustige Geschichte,
Ne Mischung aus Frust und Gedichten,
Für mich, denn das ist Glück, das ist richtig.

Was passiert, läuft verkehrt,
läufts hin und her, wie ein Schiff im Meer,
Ohne Ziel im Blick, lässt los und fährst.

Du kannst nicht steuern, 
Immer nur Beten und Hoffen
dass dir jemand hilft.
Klopfendes Herz ganz still.


Ruhige See bringt Frieden, doch versteift man,
Nur Sturm und Wellen bringen weiter.
Aus schlechten Zeiten lernt man,
Aus Guten eben nicht, 
Nur dass man nicht vergisst
wie schön das Leben ist.
RJK