Montag, 31. Dezember 2012

Gutes.

Was hast du je Gutes vollbracht,
Hast du je irgendwas geschafft
außer Leid
Du bist kein guter Koch,
versalzt mir meine Suppe
mit deinem Neid. 

Ich verfluche dich,
Du scheinheiliger Freund,
Du bist mir zu kalt
Und ich bleib nicht mal mir selbst treu.

 RJK

Bruder

Er ist ein gestrandeter Held
in einer anderen Welt.
Was er behält, 
Ist, was ihm nicht gefällt,
so verloren,
Vor geschlossenen Toren,
nichts bleibt erhellt,
Der Funken zerfällt
und das Beben ebbt ab,
Er stellt viele fragen,
Keine Antwort hält stand.
Er weiß nicht wohin mit dem Kopf,
Dann halt Kopf in den Sand,
Dann halt Rücken zur Wand. 

RJK
  

Der Mond

Und dort fliehen die hilflos gejagten,
Der Himmel weint auf sie nieder,
Niemand würde sich je beklagen
an dem was passierte, passiert, immer wieder,
Und der Mond scheint,
so auch ich,
Und der Mond scheint.

Das Tal vor den Füßen
und um Füße herum,
Die Sterne werden sie führen
Und der Mond scheint,
so auch ich,
Und der Mond scheint.

Befreit oder verjagt aus der Heimat
Wollen sie weg von untragbarer Demut,
Wie kühles Wasser treiben, zum Mond, in die Freiheit,
Befreit, kein Zwang, gejagt von der Sehnsucht.
Und der stille Gott der Nacht
zieht sie zu sich her,
vergessene Seelen, entfesselte Seelen,
So auch mich, so auch mich,
Der Mond scheint, es heißt der Mond lacht.       

RJK
 

Sonntag, 30. Dezember 2012

Fragmente II

I
Wenn du am schönsten bist,
lässt du all das Schöne fallen
Wann bleibst du endlich bei mir,
Verzeih mir meine Neugier,
Du weißt, ich bin neu hier
in deinem Leben
Ich kann mich auch gedulden
Meinetwegen.

II
Und wir kreisen um den Mittelpunkt
Nichts, das bleibt, Wichtiges nur im Hintergrund,
Diese Leere macht mich blind und stumm,
Kälte, bis sich meine Gedanken nur noch taub anfühlen.

III
und ein Mensch wird verschluckt,
Wird am anderen Ende seiner Welt angespült,
Seine Hände mit den blutig gekratzten Fingern zittern,
Der Tunnel vor ihm, doch noch atmet er bitter.

IV
Diese Worte sind nichts wert,
Die du von dir gibst,
Die Sprache viel zu schwer,
Wenn du nicht bei der Sache bist.

V
Ich bin noch da, 

Ich bleib noch wach,
Geh du nach haus,
Ich mache das.

RJK

Freitag, 21. Dezember 2012

.! // #2

Am besten auf Weihnachtszeit
reimt sich immer noch Einsamkeit.

RJK



Gerade jetzt in der Weihnachtszeit, 
Spür ich die Einsamkeit,
In diesem Winterwunderland
bleib ich immer unerkannt.

RJK
 

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Lebenssinn // Unzufriedenheit

Jahahaa, Da fragt ihr euch, warum das denn jetzt
Sinnlos?, nö, Sinngedicht mal abgespeckt
Und n Titel, den nicht gleich jeder Affe checkt.
Der Sinn ist nämlich hier und da versteckt.

Jaja, so sieht's aus, Unzufriedenheit am Start,
Das einzige Gefühl, das bis jetzt immer einen Beitrag hat
zum Leben, Anders als die Freude, die einfach mal
zu oft die Fresse hält, während Neid weitermalt
Bis die Farben in deinem kleinen Glück nach Mageninhalt aussehen.
Leider wahr.
Mrs Unzufriedenheit stresst mich grad tierisch,
Ich hab eigentlich keinen Bock, wird sowieso nur halblyrisch
Hier der ganze Scheiß, Und dazu schallt gierig
Was Mrs U so von sich gibt doppelt im Ohr
Bald krieg ich nen Anfall. Aber ja, Lebensinn.

Lebenssinn,
Unzufrieden, das was bei fast jedem stimmt.
Manchmal denk ich, Mrs U ist wie der Inhalt eines Kaufhauses.
Es gibt alles in beliebigen Formen und Farben,
Es ist immer, heute und morgen zu haben,
Nur dass es nie kaputt geht, nie gestorben, begraben.
Man zieht es sich an und definiert sich über sein Aussehen,
Also ich trag Unzufriedenheit gern in gelb.
Gelb erinnert an Neid, der ewig hält.
Und in Unzufriedenheit und Neid,
Fühlt man sich nie befreit und treibt
weg vom einen Glück.
Man hofft jedes Mal, man kommt gleich zurück.
Und genau da liegt der Sohn Sinn,
Ja, Mrs U hat ein Kind, irgendwo,
Und du willst genau Irgendwo hin.

Okay. Eigentlich ist hier schon Schluss, nachm Roten Faden,
Aber das wär so abrupt, als wär er ohne Gnade
abgetrennt worden, sozusagen.
Ach egal, Ich bin ziemlich unzufrieden mit Mrs U,
Ich such dann weiter mal den Sinn, aber Wozu.?

RJK

Du // Hassrede

Du bringst alles durcheinander
Und kannst mich nicht in Ruhe lassen,
Mir dir kommt immer alles anders,
An dir beginne ich zu hassen

Dass du mich immer so verwirrst,
Ich kann dich nicht in Ruhe lassen,
Weil du alles bist, und alles wirst,
Ohne dich beginn ich mich zu hassen.

RJK

Du // NonameSchrott

Immer das Selbe. Nur anders formuliert. Ruben, denk dir mal was anderes aus.


Die Kugel ist nicht ganz rund,
Sie hoppelt immer so lang hin,
Sie versucht wie ich den Weg zu finden,
Nur ich such dabei auch noch Sinn
Und du fragst mich wo ich bin,
Wohin ich will, was ist mein Ziel,
Es fehlt sicher nicht mehr viel,
nur noch sie.
Sie, die Wellen brechen lässt.
Sie, meine Gedanken sind wie weg
geblasen, aus Lächeln wird Lachen,
Stille wird ein Krachen
Laut aufbrausend, Tausend
Schreie, nichts mehr leise.

Und das alles nur durch dich,
Du, die meine Welt aufbaut,
Mir den Weg verstellt,
Mir in die Augen schaut,
Dein Blick, der meine Sinne raubt,
Dein Flüstern, dem man immer glaubt.
Wenn ich es nur verstehen könnte,
Denn ohne Sinne bin ich taub.

RJK

Sonntag, 16. Dezember 2012

Einsamkeit

Und ich bin nie allein,
Denn du bist an meine Seite
Jeden Tag.
Du stehst zwar nur so rum

und redest nie mit mir,
Und wenn, dann nur von dir.
Doch du bist immer da,
Ob ich will oder auch nicht,
Weichst nicht von meiner Seite,
Wir beide, für immer, ewiglich.

Verbring mein Leben nur mit dir,
Schau dich an und sag: Schatz,
Ich will mich trennen.
Du findest mich an jedem Platz,

holst mich immer wieder ein,
da hilft kein Rennen.
Du schaust mich ständig an,
mit deinem toten, blassen Blick,
Mit dir ist die Welt viel leerer
In diesem Leben jeder Augenblick.

Du und ich, zu zweit,
Ich und die Einsamkeit.

Ach, verschwinde Einsamkeit,
Ich hab die Nase voll,
Bitte geh jetzt.
Scheißegal wohin du gehst
und wen du dann nervt,
Nur halt nicht mich.
Ja, du hast mich richtig verstanden,
Ich will dich nicht mehr hier,
Nimm dir doch ein Taxi,
Wenn du willst, bring ich dich noch zur Tür.

Früher warst du immer da,
warst meine Gesellschaft,
Gehörtest dazu.
Und jetzt bist du gegangen
Und lässt mich ganz allein,
Endlich mal Ruh.
Dein Blick lag immer schwer auf mir,
Immer wenn du lachtest,
Nie mit mir, immer über mich,
Doch nur du hast mich immer beachtet.

Ich, nicht mehr zu zweit.
Nur noch Ich,
Jetzt bin ich die Einsamkeit.


RJK


Mittwoch, 12. Dezember 2012

Entschuldigung, mir ist die Pointe entfallen

Es geht los, laut und groß, Immer höher und weiter,
Dein Horizont wird immer schöner und breiter,
Du siehst hoch, siehst viel mehr, du größer, Welt kleiner.
Oben auf deiner Leiter, Von Sorgen auf einmal frei,
will ich nicht mehr weiter, ich bin endlich dabei,
Ich will mich nicht entscheiden
zwischen rennen, gehen, bleiben.
Ich würde gern mich und meine Wege teilen.
Dann könnte ich durch die Gegend eilen,
Gleichzeitig noch anmutig daneben schreiten.
Und davon auch das Gegenteil.
Wenn das so einfach machbar wäre.

Aber das Leben ist nun mal nicht leicht.
Jeder weiß, dass Glück allein nicht reicht,
Nichts bleibt, wenn du es nicht feshältst,
Nur du bleibst dann allein, wenn du dir entfällst.


   RJK

Sonntag, 9. Dezember 2012

Sie nennen mich Straße

Sie nennen mich Straße, denn alle sind drauf,
Sie nennen mich Straße, ich hör niemals auf.
Sie nennen mich Straße, Straße ins nichts,
Wo nichts ist, kann nichts werden, da ist auch kein Licht.
Sie nennen mich Straße, Sie nennen mich Straße.

Sie nennen mich Straße, weil viele mich brauchen,
Sie nennen mich Straße, alle, die mit mir laufen.
Sie nennen mich Straße, an mir wird man straucheln,
Mich anspucken, auf mir schlafen oder einfach abtauchen.
Sie nennen mich Straße, Sie nennen mich Straße.

Sie nennen mich Straße, wegen unentdeckter Winkel,
Sie nennen mich Straße, Niveau immer sinkend.
Sie nennen mich Straße, hier wird keinem vergeben,
Und ich vergesse auch nichts, höchstens zu leben.
Sie nennen mich Straße, Sie nennen mich Straße.

Sie nennen mich Straße mit Kanten zum Stolpern,
Sie nennen mich Straße, Freiheit, die niemand wollte.
Sie nennen mich Straße, die zu großem Neid führt,
Auf der man findet, behält und alles verliert.
Sie nennen mich Straße, Sie nennen mich Straße.

Sie nennen mich Straße, die, die mich kennen
Sind auf der Strecke geblieben, weil sie mich lieben.
Sie nennen mich Straße, Sie nennen mich Straße.
Sie nennen mich Straße, Sie nennen mich Straße.
RJK

Gracias a Manu Chao por la inspiración







Mittwoch, 5. Dezember 2012

Das Gute, das Bösen und das Leben

Und du fragst dich immer noch wieso,
Wieso bleibt das Leben nie so,
Wenn es dir einmal Gefällt
und alles an und für sich hält,
Dann bleiben Hoffnung und Vertrauen
In das, was wir gemeinsam erbauen,
Wo wir uns immer wieder erkennen
Und unser Schicksal als Sieger benennen.


Und dann der Moment, 
Indem alles zerfällt,
Indem man alles verliert,
und am Boden liegt und friert.

Die Suche beginnt wieder von vorn,
Man fühlt sich wie neu geboren,
Wieder aufs Neue das Laufen lernen
Und alles Schöne verwelkt und verloren.


Und du bist immer noch nicht da,
Und du schaust immer noch zurück,
Doch mit der Zeit wird dir langsam klar
Das Ziel ist zum Greifen nah.

Du hältst es fest in den Händen
Und gibst es nie wieder her,
Dein Leben so hell, fast schon blendend,
Das Leben, was willst du mehr.


Und dann der Moment, 
Indem alles zerfällt,
Indem man alles verliert,
und am Boden liegt und friert.

Die Suche beginnt wieder von vorn,
Man fühlt sich, wie neu geboren,
Wieder aufs Neue das Laufen lernen
Und alles Schöne verwelkt und verloren,
Neu geboren mit den Zeichen der Zeit,
Mit jeder Narbe, die nie wieder heilt,
Die Suche beginnt wieder von vorn,
Doch die Erfahrung aus Fehlern, die bleibt.

Mit dem Wissen um die Unstetigkeit.
RJK

Samstag, 1. Dezember 2012

Was ich finden muss.

Hübsch, neugierig und lächelnd,
Klare Augen, wie ein Versprechen,
Mimik die beeindruckt,

Als ob Sie in mich hinein guckt, 
Doch die Zeit mit ihr ist gleich um,
Sie sitzt nur da und bleibt stumm,
Aufregend, aufgeregt, ich schreibe ihr,
Zu Ihr aufblickend, aufgedreht, bitte bleibe hier.

Und Die Zeit rieselt nach unten
Und Stunden werden zu Sekunden,
Mit Ihr, bei ihr.

Alles, was ich in mir trage,
Trage ich nur noch für Sie,
Und Ein Hoch auf diese Tage,
Ich schwebe so hoch wie noch nie,

Ich schwebe so hoch wie noch nie,
Ich vertraue dir und ich glaub an dich,

Deine Gedanken bei mir in diesem Augenblick
Mit Dir, bei Dir.

Alles wird zu Licht, kunterbunt, denn
Du bist des Dichters Wunderfunken, 

Alles verschwimmt hinter uns,

Du bist, was ich finden muss.


RJK