Sonntag, 16. Dezember 2012

Einsamkeit

Und ich bin nie allein,
Denn du bist an meine Seite
Jeden Tag.
Du stehst zwar nur so rum

und redest nie mit mir,
Und wenn, dann nur von dir.
Doch du bist immer da,
Ob ich will oder auch nicht,
Weichst nicht von meiner Seite,
Wir beide, für immer, ewiglich.

Verbring mein Leben nur mit dir,
Schau dich an und sag: Schatz,
Ich will mich trennen.
Du findest mich an jedem Platz,

holst mich immer wieder ein,
da hilft kein Rennen.
Du schaust mich ständig an,
mit deinem toten, blassen Blick,
Mit dir ist die Welt viel leerer
In diesem Leben jeder Augenblick.

Du und ich, zu zweit,
Ich und die Einsamkeit.

Ach, verschwinde Einsamkeit,
Ich hab die Nase voll,
Bitte geh jetzt.
Scheißegal wohin du gehst
und wen du dann nervt,
Nur halt nicht mich.
Ja, du hast mich richtig verstanden,
Ich will dich nicht mehr hier,
Nimm dir doch ein Taxi,
Wenn du willst, bring ich dich noch zur Tür.

Früher warst du immer da,
warst meine Gesellschaft,
Gehörtest dazu.
Und jetzt bist du gegangen
Und lässt mich ganz allein,
Endlich mal Ruh.
Dein Blick lag immer schwer auf mir,
Immer wenn du lachtest,
Nie mit mir, immer über mich,
Doch nur du hast mich immer beachtet.

Ich, nicht mehr zu zweit.
Nur noch Ich,
Jetzt bin ich die Einsamkeit.


RJK


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