Mittwoch, 7. November 2012

Fluss

Und du stehst am Ufer und rührst dich nicht,
Bleibst einfach stehen, starrst auf das Wasser,
Du bist am Ziel der Reise und doch unglücklich,
Betrübt die Füße im Sand, das Leben wird blasser,

Du sitzt dort schon Stunden und nichts,
Schaust in den Himmel und schaust in den Nebel,
Du weißt nicht weiter, kannst nicht zurück,
Du willst null zu eins, findest nur keinen Hebel.

Und so sitzt du am Fluss namens Leben
Und das fließt an dir vorbei,
Du musst all deinen Mut nehmen,
Wenn du willst, dass es dich mitreißt.

Du wünschst dir, du wärst jetzt zu zweit,
Allein ist das Alles viel schwerer,
Du weißt nicht, fragst: Bin ich bereit?
Bereit schon, das Machen viel mehr wert.

Und so sitzt du am Fluss namens Leben
Und das fließt an dir vorbei,
Du musst all deinen Mut nehmen,
Wenn du willst, dass es dich mitreißt.

Und du willst, willst dich befreien,
Der Sprung lauert, du hast selbst gewählt,
Es ist leicht, also lass es leicht bleiben,
Du schaust zurück, und du vergisst, was dich quält.

Und du springst.



RJK

2 Kommentare:

  1. Bedeutet "springen" leben oder sterben? Oder gebe ich die Bedeutung an?

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    1. Es geht nicht um Leben oder sterben.
      Mir ist das sich mitreißen lassen wichtig.
      Und das muss man zulassen. Sonst sitzt man daneben und schaut zu, wie die Anderen es tun. Und das ist nicht unbedingt das Ziel, das ich erreichen will.

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