Montag, 7. Mai 2012

Ode an Joghurt

Ich esse gern Joghurt.
Wie diesen mit der Ecke-
Das ist sozusagen mein Liebesleben
mit Milch gewesen.
Oder ist es eben 
noch.
Es wirkt belebend - doch
Niemals einen Joghurt verlegen
ohne Vorsorge für einen nächsten zu hegen.
Und eben deswegen entsteht Angst
bei jedem nicht die Möglichkeit zu leben
einen neuen zu nehmen.
Das wärn beschämendes Problemchen

So ohne Joghurt durch Leben zu gehen.
Das wäre gelegentlich möglich

ich bin ja nicht mit Joghurt verheiratet
ich bin ledig, lediglich.
Doch egal ob der Geschmack schäbig ist.
Ohne Joghurt geht es nicht,

da quäl ich mich.

So vergehe ich mich
am Joghurtfach regelmäßig
Ohne Ihn wäre mein Leben nichtig
und leer und nicht richtig
Joghurt ist seelisch sehr wichtig
immer ein Lichtblick
Und ich bestehe drauf
Dies in meinem Lebenslauf zu erwähnen
Später habe ich ein Haufen zu erzählen
Geschichten, die darauf aufbauen
wie ich Joghurt: rosarot oder lilablau zu mir nehme
Wie ich ihn genieße oder einfach in mich hineinstopfe
Löffel für Löffel, Becher für Becher, Eimer für Eimer 
Ohne bin ich eine tickende Zeitbombe
Und mit eine viel zu schwere, riesige Bleisonde
Eimer für Eimer, Wanne für Wanne, Tonne für Tonne.
Nichts ist mit Joghurt vergleichbar
Mein Verlangen wird nie leiser
Der Geschmack ist so unbegreifbar
Intensiv wie Schreie bei Nacht
Nichts hält mich fern, keine Streitmacht.



RJK

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